Nutzungshinweis für verwaltete Konten
Stand: 26. Oktober 2026
1. Was ein verwaltetes Konto ist
Ein verwaltetes Konto entsteht, wenn du einen Beitrittslink einer Familie einlöst und noch kein 4x-Konto hast. Es ist ein vollwertiges Postfach mit eigener Hauptadresse (vorname.familie@4x.de) und deiner Familienadresse. Vertragspartnerin von 4x ist die Person, die die Familie verwaltet; du schließt keinen eigenen Vertrag, gibst keine Telefonnummer an und zahlst nichts.
2. Was die Verwaltung darf — und was nicht
- Die Verwalterin oder der Verwalter und die Admins der Familie können dir einen neuen Zugang ausstellen (Passkey oder Einmalcode), wenn du deinen verlierst. Dein bisheriger Zugang wird dabei ungültig. Du bekommst darüber immer eine Nachricht, die nennt, wer es war.
- Wer den Zugang zurücksetzt, erhält den Link, mit dem der neue Zugang eingerichtet wird. Damit könnte er sich selbst in dein Konto einloggen. Die AGB erlauben das nur, um dir dein Konto zurückzugeben — nicht, um es zu nutzen oder hineinzusehen.
- Sie sehen deinen Namen, deine Adressen, ob dein Konto ein Kinderkonto ist und wie viel Speicher dein Postfach belegt.
- Sie können dich aus der Familie entfernen (siehe 5.).
- Deine Kontakte und Dateien sehen sie nicht. Deine Kalender, Aufgabenlisten und Mailordner sehen sie nur, wenn sie ihnen freigegeben sind; bei einem Kind unter 16 Jahren können sie außerdem den Posteingang mitlesen (siehe 3.).
3. Adressbuch, Kalender, Listen, Mailordner und das Familienpostfach
Alle Mitglieder stehen mit Name, Familienadresse und Hauptadresse im Adressbuch der anderen, als Kontakt, der sich von selbst aktualisiert, und in einer Gruppe „Familie …“. Das gehört zur Mitgliedschaft und lässt sich in der Familie nicht abschalten; wen du blockierst, der steht nicht in deinem Adressbuch. Weitere Angaben wie deine Telefonnummer sehen die anderen nur, wenn du sie freigibst.
Deine Kalender und Aufgabenlisten sieht in der Familie nur, wem du sie freigibst, je Person zum Lesen oder zum Lesen und Bearbeiten. Du findest alles dazu unter Einstellungen → Familie → „Geteilt in der Familie“. Wer eine Freigabe hat, sieht alle Einträge darin, auch Termine, die als „privat“ markiert sind. Eigene Mailordner kannst du ebenso freigeben; wer einen bekommt, sieht alle Nachrichten darin, deine Hauptadresse und den vollen Ordnerpfad, und ob eine Nachricht gelesen ist, gilt für alle. Du kannst jede Freigabe jederzeit beenden.
Verwalter und Admins können dir nur vorschlagen, einen Kalender oder eine Liste für bestimmte Mitglieder freizugeben. Du bekommst dazu eine Nachricht und wählst selbst, was du freigibst, oder lehnst ab. Sie sehen, wie du entschieden hast, aber nicht, wie deine Kalender und Listen heißen.
Bist du nach dem Geburtsdatum, das bei deiner Einladung angegeben wurde, jünger als 16 Jahre, können Verwalter und Admins deine Kalender und Listen auch selbst freigeben, auch für sich — als deine Erziehungsberechtigten oder in deren Einvernehmen. Sie sehen dann die Namen deiner Kalender und Listen und mit wem du sie teilst. Unter „Geteilt in der Familie“ siehst du, wer was von dir sieht, und kannst jede Freigabe beenden, auch eine, die sie eingerichtet haben. Ab deinem 16. Geburtstag können sie dir nur noch vorschlagen; was bis dahin freigegeben ist, bleibt, bis du es beendest.
Bist du jünger als 16 Jahre, können Verwalter und Admins außerdem einschalten, dass sie deinen Posteingang mit allen Ordnern darunter und deinen Spam-Ordner lesen können, beim Hinzufügen oder später — als deine Erziehungsberechtigten oder in deren Einvernehmen. Gedacht ist das für Mitteilungen an dich, etwa von einer Bank oder mit Anmeldecodes. Sie sehen dort alle Nachrichten, können aber nichts verschieben, löschen oder als gelesen markieren und nicht in deinem Namen senden; Entwürfe, Gesendet und Papierkorb sehen sie nicht. Darüber bekommst du eine E-Mail: beim Einrichten mit der Willkommensnachricht, später bei jedem Ein- und Ausschalten. An deinem 16. Geburtstag endet das Mitlesen, und es lässt sich danach nicht wieder einrichten.
Die Familie kann außerdem Kalender, Listen und ein Familienpostfach (familie@, info@, alle@, kontakt@) haben, die ihr gemeinsam gehören. Wer darauf zugreifen darf, legen Verwalter und Admins fest. Was du dort tust, sehen alle mit Zugriff — auch, ob eine Nachricht gelesen ist. Antworten aus dem Familienpostfach gehen von deiner eigenen Adresse aus. Verlässt du die Familie oder endet sie, enden alle Freigaben.
4. Speicher
Der Speicher gehört zum Abo der Verwalterin oder des Verwalters und wird unter allen Postfächern der Familie aufgeteilt. Ist er voll, nimmt dein Postfach keine neuen Nachrichten an, bis wieder Platz ist.
5. Wenn die Familie endet oder du entfernt wirst
Endet die Familie oder wirst du entfernt, hast du 30 Tage Zeit, dein Konto mit einem eigenen Vertrag weiterzuführen (mit Anschrift und Telefonnummer, ab 16 Jahren). Tust du das nicht, endet das Konto: Es empfängt keine neuen Nachrichten mehr, du kannst aber noch 30 Tage lang eine vollständige Sicherung deiner Daten erstellen und herunterladen; danach wird es gelöscht. Die Hauptadresse eines gelöschten Kontos bleibt danach 180 Tage gesperrt. Konten von Kindern unter 16 Jahren enden nicht: Sie laufen mit allen Adressen und Daten als eigenständiges Konto im Tarif Free weiter, bis zum 18. Geburtstag ohne weitere Bedingungen.
Selbst verlassen kannst du die Familie, sobald du einen eigenen Vertrag geschlossen hast (Einstellungen → Abonnement → „Eigenes Konto abschließen“). Vorher geht es nicht — sonst wäre das Verlassen dasselbe wie das Löschen des Kontos.
6. Kinder unter 16 Jahren
Ein Konto für ein Kind unter 16 Jahren legt die einladende Person nur mit ihrer Erklärung an, erziehungsberechtigt zu sein und der Anlage zuzustimmen (Art. 8 DSGVO), und gibt dabei das Geburtsdatum des Kindes an.
7. Was sonst gilt
Für die Nutzung gelten dieselben Regeln wie für jedes 4x-Postfach, insbesondere zu Missbrauch und Spam; die Familie regelt Ziffer 10a der AGB (Fassung vom 26. Oktober 2026). Wie 4x deine Daten verarbeitet, steht in der Datenschutzerklärung, Ziffer 8a.